Kreta - immer wieder ein Erlebnis


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Kreta gestern
Die Wurzeln der Geschichte

Die geographische Lage Kretas war ausschlaggebend für ihre geschichtliche Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte.
Im Kreuzweg von 3 Kontinenten war sie Treffpunkt vieler Kulturen aber auch das Ziel vieler Eroberer.

Minoisches Zeitalter 2400 - 1400 v. Chr.

Kreta ist die Wiege einer der ältesten Kulturen Europas. Hier entstand und wuchs die Minoische Kultur.
Als Seefahrer, Händler und Landwirte lebten die Minoer friedlich in organisierten Siedlungen rund um die Paläste.
Die hochentwickelten Belüftungs- und Abwässerungssysteme in den Gebäuden, die Vielfalt der Wandmalereien,
des Schmucks, der Tongefäße und Statuen, die in den Palästen als auch anderswo gefunden wurden, belegen die
künstlerische wie auch die friedvolle Natur der Menschen.
Die vollständige Abwesenheit von aggressiven Elementen in ihren Werken, die Gleichstellung der Frau, der Glauben
an ein Leben nach dem Tod, kennzeichnen eine Gesellschaft des Wohlstandes und des Fortschritts.
Den Stempel dieser Zivilisation tragen heute die archäologischen Stätten Knossos, Phästos, Malia, Amnissos, Archanes
Tilissos, Gortyna, Agia Triada, Lytos, Falasarna, Zakros und viele mehr.
Das verheerende Erdbeben und Ausbruch des Vulkans der Insel Thyra, erlöschte die Minoische Kultur.
Mit ihr verschwand auch der Frieden und der Wohlstand für die nächsten 8 Jahrhunderte von der Insel.

Achäer - Dorer 1400 - 69 v. Chr.

Die Ankunft der Achäer bedeutete die Entwicklung von Westkreta - Polyrinia.
Die Städte Knossos, Phästos, Gortyna und Militos nahmen am Krieg gegen Troja teil. Die Heldentaten des Idimeneas
sind besonders bekannt und inspirierten Mozart zur gleichnamigen Oper.

Römer 69 v. Chr. - 330 n. Chr.
Bizantiner 323 - 826 n. Chr.
Araber 826 - 961 n. Chr.

Im 2. Jhdt. war Kreta eine römische Provinz mit Gortyna als Hauptstadt. Das Heiligtum des Äskulap bei Lentas,
die Amphitheater von Chersonissos und Ierapitna, das Theater von Lyktos und die riesigen Zisternen bei Aptera sind Bauten aus der römischen Zeit.
Mit einer zwischenzeitlichen Eroberung durch die Araber wurde die Insel zweimal von den Byzantinern erobert, die ihre Gegenwart einerseits durch Ansiedler und andererseits durch die Gründung von Metropolen und Klöstern verstärkten.
Die christlich-orthodoxe Blütezeit unterbrachen die Venezianer, welche Kreta von Bonifatius "abkauften".

Venezianer 1204 -1669 n. Chr.

Obwohl die Venezianer als Eroberer auf die Insel kamen, wurden sie stark durch die kretischen Elemente beeinflusst. Das Zusammenleben beider Kulturen, mit der italienischen Architektur auf der einen Seite und der orthodoxen Mentalität auf der anderen Seite, hatte als natürliche Folge den wirtschaftlichen und künstlerischen Fortschritt Kretas während der 2 letzten
Jahrhunderte der venezianischen Herrschaft.
Die großen Städte mit den Festungen, den Brunnen, den Loggias und den Tempeln erhalten noch heute den mittelalterlichen Stil jener Zeit.
Unter der venezianischen Herrschaft blühte auf der Insel die Malerei mit dem bekanntesten Vertreter Domenikus
Theotokopoulos.

Ottomanen (Türken) 1669 - 1898 n. Chr.

Die Eroberung der Ottomanen löschte jedes Licht auf Kreta und die Einwohner der Insel brauchten zweieinhalb Jahrhunderte, um sich vom Joch der Türken zu befreien und ihre Unabhängigkeit wiederzugewinnen.
In dieser dunklen Zeit beschränkte sich die Wirtschaft ausschließlich auf die Landwirtschaft, die Bildung stand mehrere Jahrhunderte lang still und die Unterdrückung war unerträglich.
In dieser Zeit wurde auch das heute noch vorhandene Kloster Arkadi, durch die Selbstopferung seiner kretischen
Verteidiger im Jahre 1866, durch sprengen der Pulverkammer, weltweit berühmt.
Es war ein wichtiges Zentrum des Widerstandes während der Türkenherrschaft.

Im Jahr 1913 schloss sich Kreta dem übrigen Griechenland an.
Im Jahr 1922 verließen die letzten Moslems Kreta in einem Bevölkerungsaustausch mit den Griechen aus Kleinasien.

 

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